ein neues Romanprojekt ...

Die Text-Schnipsel sind nun gelöscht. Ich mache mich daran, den Schluss zu formulieren.

Dann wird’s erst richtig spannend, denn die Zeit des Überarbeitens beginnt.

Und einige von Euch werden als Testleser fungieren. Ich freue mich schon auf Euer Statement.

Das dauert naturgemäß seine Zeit. Also, ich  bitte um Geduld! 

Heute hebe ich den Vorhang ein wenig an, denn meine Geschichte segelt auf den Flügeln der Fantasie. Trotzdem gibt es Passagen der Wahrhaftigkeit darin.
Was sind die Zutaten?

Ganz viel Hamburg, eine Portion Irland und jede Menge Ostfriesland, Land und Meer.
Mein Protagonist, der Anwalt Henning hat Besuch:

 

So harrten wir beide, jeweils in tiefe Gedanken versunken, zunächst schweigend miteinander aus.
»Gott zum Gruße, ich habe Euch erwartet«, empfing ich ihn endlich, dann machte ich ihn mit meinen Wahrnehmungen vertraut: »Insbesondere angesichts einer Kirche, die in unserer beider Leben präsent ist. Wie hat sie sich verändert, im Verlauf der vielen Jahrhunderte ihrer Existenz. Erweitert, angebaut, immer wieder zerstört und aufgebaut, nunmehr eine Ruine. Ihr kanntet das Bauwerk in seinen ›jungen‹ Jahren. Mir hingegen präsentiert es sich als Mahnmal an einen schrecklichen Krieg, an eine barbarische Zeit der Diktatur am Ende des vergangenen Jahrtausends. Gewidmet ist sie dem Heiligen Nikolaus. Er ist der Schutzpatron der Seefahrer sowie gleichfalls der der Juristen, also der Eurige wie der meinige gleichermaßen, verehrter Herr Remmert Hackebiel.« Dabei verbeugte ich mich leicht vor ihm. »Die einstmalige Hauptkirche St. Nikolai zu Hamburg!«, stellte ich fest und fügte hinzu: »Werter Herr Remmert sagt mir, schließt sich hier ein Kreis?«

 

Meine Facebook-Nachricht vom 7. 3. 2019: Ist kein Liebesroman, aber ich habe grade eine Prise Liebe für meine Geschichte formuliert. War 'ne Herausforderung! Hoffentlich schmelzt Ihr später beim Lesen dahin.❤️🤫🌎

 

 

 

Beim Klabautermann!

An welche Küsten der Sturm uns weht?

Eine alte Legende ist mein Thema!

Hier noch ein kleiner Textauszug aus dem neuen Roman:

Peggy und Holger saßen ratlos auf ihrem Sofa, kleckerweise wurde ihnen grausamst gewusst, wie ausgesprochen übel, geradezu ohnmächtig ihre Situation war.
»Diesem Mistkerl kann ich noch nicht mal gehörig eine reinpulen. Oh, wie gerne würde ich das! Polizei is nich, großes Theater bei Inges Wohnung auch nich, ist zu auffällig. Verklagen erst recht nich. Wie kommen wir ran an die Kohle, Holger, sach mir dat. Wir können doch nich tun, als wär nichts.« Peggys Überlegungen drehten sich im Kreis.
»Was meinst, wenn du denen deine Interessenten auffe Pelle schickst?«
»Nee, lass ma lieber. Mit die Mackers is nich zu Spaßen. Mit denen möchte ich selber nicht mehr als nötig in Kontakt treten, sind von der härteren Sorte. Du weißt, was ich meine!«
»Oh Mann, schlimm genug dat du denen erklären musst, dat dat Teil wech is.«
»Mein Gott ja, davor graut’s mir, kannst mir glauben.« Peggy war klar, dass sie sich eine sehr griffige Begründung würde einfallen lassen müssen.
»Eddie hat doch oben seine Bude. Können wir nicht die Klamotten pfänden, sozusagen?« Holger wollte den ehemaligen Kumpel nicht ungeschoren davonkommen lassen.
»Den ollen Plunder, wer will denn so was haben? Aber gut, lass uns mal nachsehen, vielleicht finden wir was Brauchbares. Ich hab noch ne Idee, dem hetzen wir dat Arbeitsamt auf den Pelz. Machen eine anonyme Anzeige, von wegen Schwarzarbeit.«

 

17. März 2019 – St. Patricks-Day

...
Henning war hingerissen. Er saß unter den Presseleuten, konnte seinen Blick nicht von ihr wenden, so angetan war er von ihrem Erscheinungsbild. Was für eine Frau! Wenn sie ihre Brille zurechtrückte, sich durchs kurze Haar strich, alsdann die Pressevertreter streng anzublicken, um deren saloppe Redensart in der Berichterstattung zu kritisieren. So authentisch ihr Auftreten.
Mit ihrem Storytelling war Isolde vor Jahresfrist der Überraschungscoup in der Presselandschaft gelungen.
»Once upon a time – es war einmal, so fangen auch in Irland die Märchen an.«, erklärte sie. An dieses Ereignis wolle sie heute anknüpfen. Sie neigte sich ihrem Publikum zu, um den Zuhörern unter Einsatz von mitreißender Gestik, mit ihrem bezaubernden angelsächsischen Akzent die Legenden zum Lebensende des *** möglichst nahe zu bringen. Heute berichte ich Ihnen, was seit Jahrhunderten kursiert: …

 

Ein kleiner Gruß zum Frühlingsanfang. Ein weiteres kleines Zipfelchen des Vorhangs wird gelüftet. Ich weiß, es ist gemein, den das meiste liegt im Verborgenen.

...»Mir kam zu Ohren, der hochwürdigste Vater weilet zu Emden auf der Burg des Herrn Grafen. Bruder Onno, mir ist das Herz so schwer, der Abt verhandelt mit seiner Erlaucht die Übergabe des Klosters, sodann wird er den Ketzerglauben annehmen. Der Graf indes begehret heftig nach unseren Werten. Wir müssen achtsam sein, wollen wir ein paar der Schätze retten.«
Der angesprochene Mönch flüsterte: »Euch Bruder Edzard, gemahnet der Tuchhändler zur Eile. Seid Ihr mit der Verladung fertig? Morgen in aller Herrgottsfrühe, mit der Flut wird der Kapitän die Segel setzen. Wir haben noch viel der Strecke bis Emden.«
»Sind die Männer zuverlässig?«
»Sie sind gar wahre Christenmenschen, mein ehrwürdiger Bruder. Der Tuchhändler wie der Schiffer. Gute Katholiken, denen das geheiligte Klosterleben gleich uns ein kostbares Anliegen bedeutet. Der Kaufmann zu Münster gewähret uns heimlich den Laderaum bis nach der flandrischen Stadt Brügge. Ihr könnt ihm vertrauen, Bruder, wie dem Schiffer. Lasset uns eilen, im Schutze der Nacht die Fracht an Bord zu bringen.« ...

Hier ein paar Zeilen aus dem Manuskript zum Thema Ostfriesentee!

Ostfriesland steht für einen Teegenuss der allerfeinsten Art. Versäumen Sie es nicht, dieses herrliche Vergnügen an der ostfriesischen Teezeremonie. Lassen Sie mich schon bei der Schilderung ein wenig im Genuss schwelgen.
Der Wasserdampf aus dem Kessel steigt auf wie die Nebel aus Meer, Marsch und Moor. Die Teekanne wärme man an. Die Teemenge bemisst sich reichlich. Mit kochendem Wasser kurz angegossen entwickeln sich aromatische Düfte, die Blätter quellen auf. Vollends aufgegossen zieht der Tee fünf Minuten lang, beruhigend, wie ein Spaziergang am Deich. In jedes Tässchen gebe man ein stattliches Stück Kandis. Beim Einschenken des dunklen, kräftig belebenden Getränkes knistert leise das Kluntje. Der am Tassenrand mittels Schöpflöffelchen behutsam angegossene Rahm sinkt zunächst in die Tiefe, um dann in Schleiern wieder aufzusteigen. Tiefgründig wie die Tümpel in Moor und wolkig wie der Himmel darüber.
Nun steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Der herbe, vollmundige Tee rinnt über die Zunge. Der schwere cremige Rahm nimmt der Bitterkeit des Lebens die Spitze. Der Tee, der an dem Kluntje vorbeifloss, gibt die Süße der Liebe dazu. Den Löffel benutze nie zum Umrühren, der wird dafür gebraucht, um anzuzeigen, dass kein weiter Tee nachgeschenkt werden möge. Will man die Höflichkeit wahren, so lasse man sich mindestens drei Mal einschenken, danach darf man getrost seinen Löffel in die Tasse legen.

 

Die Rohfassung ist fertig!

Jetzt sind die Testleser am Zug.
Hier ist der Klappen-Text:
Hamburg anno 2010! Der Diebstahl des 600 Jahre alten Störtebeker-Schädels rüttelt die Museumswelt auf. Henning von der Dyck, ein Anwalt, unterstützt die Museumsdirektorin Isolde O’Nelly bei der Suche nach dem Exponat. Hierin verweben sich die Störtebeker-Legende und das freche Delikt mit dem Gestern im 14./15. Jahrhundert und dem Hier und Heute. Henning ahnt nicht, welche Räume sich damit für ihn auftun. Die Geschichte segelt auf Fantasy-Flügeln, inspirierenden Gedanken und enthält Passagen eines wahren Geschehens. Sie ist angereichert mit einer Prise Liebessehnen und einer geisterhaften Rahmenhandlung.